
Die Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützt das Ziel, den Anteil von Biomasse an der Energieversorgung zukünftig deutlich zu erhöhen. Um dieses Ziel durch neue Impulse aus der Forschung zu erreichen, schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Förderaktivität "BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse" aus. Die Ergebnisse aus der Förderinitiative sollen dazu beitragen, durch Innovationen auf dem Gebiet der Bioenergie den Anteil an erneuerbaren Energien zu steigern und damit die Treibhausgasemissionen zu senken.
Mit dem Ziel, die Potenziale der Bioenergie zu nutzen, sind große Herausforderungen für Forschung und Technologie verbunden. Grundsätzlich ist eine Effizienzsteigerung bei der Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe notwendig, um den Anteil von Energie aus heimischer Biomasse substanziell sowie international wettbewerbsfähig zu erhöhen und damit auch die zunehmende Konkurrenz zwischen Energie- und Nahrungs- bzw. Futtermittelproduktion abzufedern. Des Weiteren sind vor allem aus Gründen einer Effizienz- und Wertsteigerung gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Verwendung von Biomasse besonders Erfolg versprechend (Bioraffinerie). Diesen Forschungs- und Entwicklungsbedarf greift die neue Fördermaßnahme "BioEnergie 2021" auf. Das zentrale Ziel für das Jahr 2021 und darüber hinaus ist es, in Deutschland eine international wettbewerbsfähige Nutzung von Biomasse zu ermöglichen und zugleich einen substanziellen Beitrag zur Eigenversorgung mit Energie zu leisten sowie die Technologieführerschaft auszubauen.
In Projekten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollen in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft neue Umwandlungsprozesse von Biomasse - sowohl aus Energiepflanzen als auch aus biologischen Reststoffen - vorangetrieben sowie die züchterische Optimierung von Energiepflanzen - insbesondere unter Einsatz der Genomforschung und Systembiologie - ausgebaut werden. Die Forschungsarbeiten können sämtliche Nutzungspfade von Biomasse wie Treibstoff, Elektrizität und Wärme umfassen. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Förderung von Arbeitsgruppen unter Leitung von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die ein langfristig angelegtes Forschungsvorhaben mit einem völlig neuen Ansatz zur Nutzung von Biomasse verfolgen wollen.
Mit etwa 70% Anteil unter den erneuerbaren Energien liefert bereits heute die Nutzung pflanzlicher Biomasse (Bioenergie) den größten Gesamtbeitrag bei Strom, Wärme und Kraftstoffen. Durch die Bioenergie können umweltfreundlichere Produktionsverfahren etabliert und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduziert werden. Die Nutzung der Bioenergie bietet zudem Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die weltweit steigende Nachfrage nach Bioenergie wird auch zu einer verstärkten Nachfrage nach Technologien führen. Hier bieten sich Exportchancen und zugleich die Möglichkeit den Klimaschutz in anderen Ländern technologisch zu unterstützen.
[Presse]
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