Forschung

Krebserkrankungen

Krebs - kaum eine Diagnose wird so gefürchtet. Dabei hat die Krebsforschung in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, die Diagnose und Behandlung vieler Krankheitsbilder deutlich verbessert haben. Viele Fragen sind aber noch immer nicht oder nur unzureichend beantwortet.

Bessere therapeutische Verfahren, optimierte Diagnostik, neue interdisziplinäre Behandlungskonzepte und die Intensivierung der Früherkennung haben in den vergangenen Jahren zu Erfolgen bei der Behandlung von Krebspatienten geführt.

Für bestimmte Krebserkrankungen wie Leukämien wurden die Chancen auf eine dauerhafte Heilung verbessert. Die Überlebensrate bei häufigen Tumoren wie Brust- oder Darmkrebs ist gestiegen. Dennoch sind Krebserkrankungen nach den Erkrankungen des Herzkreislaufsystems die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Deshalb ist die Krebsforschung schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Forschungsförderung des BMBF.

Das BMBF unterstützt die Krebsforschung in unterschiedlichen Bereichen: Zum einen: fokussiert die Förderung auf einzelne, sehr spezifisch arbeitende ausgewählte Projekte, die sich der Erforschung spezieller Krebserkrankungen widmen, zum anderen werden interdisziplinär arbeitende Verbunde gefördert, die sich mit krankheitsübergreifenden Querschnittsthemen befassen. Durch dieses koordinierte und kooperative Forschungsprogramm werden neue Therapiemöglichkeiten entwickelt.

Das BMBF unterstützt folgende Förderschwerpunkte:

  • "NGFN-Plus": Neun Verbünde der Medizinischen Genomforschung beschäftigen sich mit Krebserkrankungen. Untersucht werden unter anderem Erkrankungen der Prostata, des Darms oder der Bauchspeicheldrüse, Leukämien (Blutkrebs), Gehirntumoren und Krebserkrankungen, die vor allem bei Kindern auftreten. In diesen überregionalen Forschungsverbünden werden mit Hilfe der Genomforschung bestimmte Gene und Proteine identifiziert, um die molekularen Zusammenhänge von Krankheitsursachen systematisch zu analysieren und eine Grundlage für die Entwicklung von wirksamen Therapiestrategien und neuen diagnostischen Verfahren zu bilden. Aus den Mitteln des BMBF werden zur funktionellen Genomforschung bei Krebserkrankungen von 2008 bis 2011 rund 46 Mio. € zur Verfügung gestellt.
  • "Innovative Therapieverfahren auf molekularer und zellulärer Basis": Ziel ist es, grundlegende Forschungsergebnisse in neue therapeutische Verfahren und Produkte umzusetzen und damit für die medizinische Anwendung nutzbar zu machen. Beispielsweise sollen Therapieansätze, die durch ihre spezifische Wirkungsweise nebenwirkungsärmere Behandlungsmethoden versprechen, weiter entwickelt werden. Das BMBF unterstützt bis 2011 Projekte, die neue gentherapeutische Therapieansätze sowie molekulare Immun- und Zelltherapieverfahren entwickeln.mit 13,5 Mio. Euro
  • "Anwendungsorientierte Brustkrebsforschung": Brustkrebs ist die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. Für die Betroffenen ist mit der Erkrankung ein großer Leidensdruck, aber auch eine erhebliche Verunsicherung verbunden. Viele sehen sich mit widersprüchlichen Empfehlungen zu Früherkennung, Diagnose und Therapie konfrontiert. Das BMBF hat deshalb bis zum Jahr 2012 mit 9,7 Mio. € zur Verfügung gestellt. Die Projekte befassen sich mit epidemiologischer Ursachenforschung und klinischer Epidemiologie, mit der Validierung und Verbesserung der Methoden zur Früherkennung und Diagnostik, mit Therapieoptimierungs- und Therapievergleichsstudien und mit der Validierung von Verfahren der Nachsorge zur optimalen Betreuung und Begleitung von Patientinnen.

Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe e.V unterstützt das BMBF das weltweit größte internationale wissenschaftliche Projekt, das molekulare Ursachen von Krebserkrankungen.erforscht.. Durch die Zusammenarbeit der beiden Partner wird die Beteiligung eines deutschen Forschungsverbundes bis 2014 am "International Cancer Genome Consortium" (http://www.icgc.org/) möglich. Die deutschen Wissenschaftler erforschen Gehirntumoren bei Kindern. Gefunden werden sollen neue und verbesserte Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie. Dafür werden von deutscher Seite Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Weitere Projekte zu Krebserkrankungen werden in folgenden Fördermaßnahmen unterstützt:

Thema Laufzeit von / bis Fördersumme
 Klinische Studien  2005 - 2014  9,4 Mio. Euro
 NGFN-Transfer  2008 - 2011  1,2 Mio. Euro
 Molekulare Diagnostik  2007 - 2011  9,2 Mio. Euro
 KMU-innovativ  bis 2011  12,6 Mio. Euro
 BioChancePLUS  bis 2010  12,3 Mio. Euro
 GO-Bio  bis 2011  11,7 Mio. Euro
 Glykobiotechnologie  bis 2010  2,1 Mio. Euro


Eine bedeutende Säule der Krebsforschung in Deutschland ist das vom BMBF institutionell geförderte Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Auch in weiteren institutionell geförderten Einrichtungen werden wesentliche Beiträge zur Aufklärung der Ursachen und zur Entwicklung neuer Therapien geleistet.

  • Forschung

    Krebserkrankungen - Daten und Fakten

    In der Todesursachenstatistik stehen Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle. Jeder vierte Todesfall in Deutschland wird durch Krebs verursacht. Trotz neuer Erkenntnisse, neuer Medikamente und der Einführung von Früherkennungsprogrammen stellen die Krebserkrankungen nach wie vor eine große Herausforderung für die Forschung dar. Das BMBF unterstützt daher die Krebsforschung mit verschiedenen Fördervorhaben.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/4285.php)

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Publikationen

  • Von der Forschung in die Versorgung

    Titelbild der Publikation

    Kompetenznetze in der Medizin

    2006, 100 Seiten

    Download [PDF - 1,99 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/von_der_forschung_in_die_versorgung.pdf)

  • Das Nationale Genomforschungsnetz

    Titelbild der Publikation

    Krankheitsbekämpfung durch Genomforschung

    2003, 60 Seiten

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/das_nationale_genomforschungsnetz.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 38 21 210
    • Faxnummer: 0228 /38 21 257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DLR&P_APC_REF=614&Z_CHK=0