Forschung

Gesundheitsregionen

Bundesforschungsministerin Schavan hat am 27. Mai auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress in Berlin die Gewinner der zweiten Phase des BMBF-Wettbewerbs "Gesundheitsregionen der Zukunft" bekannt gegeben. Der Wettbewerb startete im vergangenen Jahr. In der ersten Phase wählte eine internationale Jury aus 85 Antragsskizzen die erfolgversprechendsten 20 Gesundheitsregionen aus, denen das BMBF je 100.000 Euro und acht Monate Zeit zur Konkretisierung ihrer Konzepte zur Verfügung stellte. In der jetzt beendeten zweiten Phase wählte die Jury aus den 20 Wettbewerbsteilnehmenden zwei Preisträger aus.

Gesundheitsregionen der Zukunft - Fortschritt durch Forschung und Innovation

Ziel des Wettbewerbes Gesundheitsregionen der Zukunft - Fortschritt durch Forschung und Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist, Verantwortliche aus medizinischer Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung einer Region zusammenzubringen und so Innovationen für das Gesundheitssystem zu entwickeln. Die Vernetzung und Bündelung des Wissens hat zwei herausragende Effekte: Die Stärkung der Wirtschaftskraft und eine verbesserte medizinische Versorgung der Menschen. Die Gesundheitswirtschaft ist mit einem jährlichen Umsatz von 240 Milliarden Euro und rund 4,5 Millionen Beschäftigten die größte und zudem eine stetig wachsende Branche der deutschen Wirtschaft. Dazu gehören: Forschung, Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte, Pflegepersonal und Rehabilitationseinrichtungen, außerdem pharmazeutische Industrie, Medizintechnik sowie Fitness, Wellness und Gesundheitstourismus.

Bisher ist in Deutschland die Gesundheitswirtschaft traditionell noch stark in Forschung, Entwicklung und Verwertung des medizinischen Wissens gegliedert. International erfolgreiche gesundheitswirtschaftliche Modelle zeigen, dass Innovationen im Gesundheitswesen durch regional konzentrierte Zusammenarbeit aller Akteure entlang kompletter Wertschöpfungsketten am besten genutzt werden können.Schnellere Verbreitung der medizinischen Innovationen und deren effizienterer Einsatz verbessert die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten und trägt dazu bei, die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen.

Der Wettbewerb

Mit dem Wettbewerb zeichnet das BMBF die besten Konzepte aus, die überzeugend darstellen, wie die relevanten Akteure der Gesundheitswirtschaft optimal verzahnt werden können. Wichtig ist, dass die Projekte konkrete Produkt- und Prozessinnovationen von hoher Relevanz erwarten lassen. Die Gewinner sollen Leuchttürme für andere sein, damit Ergebnisse auf andere Regionen übertragen werden können.

In der ersten Phase des Wettbewerbes wählte eine internationale Jury aus 85 Antragsskizzen 20 Gesundheitsregionen aus, die auf dem letztjährigen Hauptstadtkongress ausgezeichnet wurden. Die Gewinner erhielten je 100.000 Euro und acht Monate Zeit, um ihr Konzept zu konkretisieren und ihre Kooperationen zu intensivieren.

Die Gewinner-Regionen

In der zweiten Phase des Wettbewerbes wählte die Jury aus den 20 Gewinnern des Vorjahrs die zwei innovativsten und überzeugendsten Konzepte aus. Das BMBF unterstützt die Umsetzung dieser Konzepte in den kommenden vier Jahren mit insgesamt ca. 15 Mio. Euro. Die jeweiligen Gesundheitsregionen garantieren eine 50-prozentige Kofinanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus Eigenmitteln der Region. Diese auch finanzielle Bündelung der Kräfte von Bund und Regionen soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Kooperation zwischen allen Beteiligten wie Patient, Arzt, Pflege, Handel und Gesundheitsindustrie zu intensivieren und um eine effizientere Versorgung zu gewährleisten - von der Prävention bis zur Nachsorge.

Ausblick - der Wettbewerb geht weiter

Der Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird noch in diesem Jahr in eine neue Runde gehen, um das in Deutschland vorhandene beachtliche Potenzial weiter zu bündeln. Die zurückliegende Runde hat exemplarisch gezeigt, wie durch diesen Wettbewerb das spezifische Know-how einzelner Gesundheitsregionen so aktiviert werden kann, dass die gesamte Gesundheitsregion Deutschland  hierdurch gefördert wird. Zahlreiche  Regionen haben überzeugendes Potenzial, einzigartige Innovationen für die Gesundheitswirtschaft hervorzubringen. Dafür müssen sie sich auf ihre regionalen Stärken konzentrieren und zu diesen spezifischen Themen alle Partner der Wertschöpfungskette  zusammenbringen.  Die Erfahrungen mit der Exzellenzinitiative und dem Spitzenclusterwettbewerb belegen, dass die mehrfache Ausschreibung derartiger Wettbewerbe wichtige Impulse gibt und den Exzellenzprozess deutlich beflügelt.