Forschung

Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität

Eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen - das ist das Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert hierzu nicht nur Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit weit mehr als 200 Millionen Euro, sondern neuerdings auch den dringend erforderlichen wissenschaftlichen Nachwuchs.

Elektromobilität ist für die Bundesregierung von hoher strategischer Bedeutung. Sollte es gelingen, den benötigten Strom mittel- bis langfristig ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, wird Mobilität unabhängig von den begrenzten und klimaschädlichen fossilen Rohstoffen möglich. Die zuständigen Ressorts - die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Wirtschaft und Technologie (BMWi), für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) - haben deshalb einen "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (NEP)" erarbeitet, der Deutschland in den kommenden 10 Jahren zu einem Leitmarkt für Elektromobilität machen wird. Er demonstriert die Entschlossenheit der Bundesregierung, dieses wichtige Technologiefeld nachhaltig zu fördern. Damit ist er für die Wirtschaft, Endkunden aber auch für die Forschung ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit.

Vor der breiten Markteinführung von Elektrofahrzeugen sind noch wesentliche technologische Hürden zu überwinden. Es reicht nicht, in einem herkömmlichen Fahrzeug den Tank durch eine Batterie und den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Wir müssen das "Auto neu denken"! Dafür ist ein vollständig neuer Systemansatz erforderlich. Völlig neue Fahrzeug- und Batteriekonzepte müssen entwickelt und die gesamte "Tank-Infrastruktur" neu konzipiert werden. Das erfordert ein abgestimmtes Vorgehen aller Akteure, insbesondere im Hinblick auf die dringend notwendigen vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die im NEP beschrieben werden. Hier wird die Forschungsförderung des BMBF wichtige Beiträge leisten.

Indem die Bundesregierung 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für die Elektromobilität aufwendet, unterstreicht sie einmal mehr deren Bedeutung. Damit erhöhen sich die Mittel, die die Bundesregierung im Zeitraum von 2005 bis 2013 in diesem Bereich investiert, auf insgesamt 700 Millionen Euro. Das BMBF ist mit etwa 200 Millionen Euro im Zeitraum 2008 bis 2013 beteiligt, von denen 119 Millionen Euro aus drei Maßnahmen des Konjunkturpakets II ("Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität", "Steigerung der Kompetenz in der Elektrochemie" und "Produktionstechnologien für Li-Ionen-Zellen/-Batteriesysteme") stammen.

Das BMBF legt seinen Schwerpunkt auf die Förderung zweier Schlüsselthemen: die Batterie als das Herzstück künftiger marktfähiger Elektromobile sowie auf die Entwicklung neuer Systemansätze für Elektrofahrzeuge, insbesondere unter dem Aspekt Energieeffizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Deshalb fördert das BMBF die Innovationsallianz "Lithium Ionen Batterie LIB 2015" mit 60 Millionen Euro. Ein Industriekonsortium unter Beteiligung von BASF, BOSCH, EVONIK, LiTec und VW hat zugesagt, weitere 360 Millionen Euro zu investieren. Das vom BMBF geförderte Projekt "ePerformance", an dem auch Firmen wie Audi, Bosch, RWTH Aachen beteiligt sind, arbeitet an der Entwicklung eines grundlegend neuen Fahrzeugkonzepts für Elektrofahrzeuge.

Dokumente

Publikationen

  • Grundlagenforschung Energie 2020+ ID = 929

    Titelbild der Publikation

    Die Förderung der Energieforschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

    2008, 46 Seiten
    Bestell-Nr.: 30337

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    Download [PDF - 1,73 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/grundlagenforschung_energie.pdf)

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