Forschung
Ein solarbetriebenes Modellfahrzeug

SolarMobil Deutschland

Planen, konstruieren, basteln, sich messen und auch noch etwas gewinnen - am 30. September 2011 schickten 111 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof ihre selbst gebauten Solar-Modellfahrzeuge ins Rennen. Einen Doppelsieg feierten die Schüler aus Kassel, die im Finale des Wettbewerbs SolarMobil Deutschland in den beiden Ultraleichtklassen angetreten waren.

Zum zweiten Mal veranstalteten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) den Schülerwettbewerb "SolarMobil Deutschland". Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien aufgeteilt: In der Kreativklasse bewerteten eine Jury vor allem die Originalität der Fahrzeuge. In der Ultraleicht-Klasse schickten die Teilnehmer ihre Solarmodelle auf einer zehn Meter langen Strecke ins Rennen. Sie traten dabei in zwei Gruppen an: den Jahrgangsstufen 4 bis 8 und 9 bis 13. In beiden Altersklassen steht die maximale Größe der jeweiligen Solarzellen, die die Nachwuchstüftler einbauen, fest, über das Material und die Bauweise entschieden die Teams selbst.

Mit dem Bundeswettbewerb "SolarMobil Deutschland" wollen das BMBF und der VDE jungen Menschen den praktischen Umgang mit den Zukunftstechnologien der Solarenergie und Elektromobilität näher bringen und so ihr Interesse an Ausbildung und beruflicher Tätigkeit in diesen Bereichen wecken.

 Finale von "SolarMobil Deutschland" in Berlin

Kassel mit zwei ersten Plätzen ganz groß beim Schülerwettbewerb "SolarMobil Deutschland"

Rennbahn auf dem ehemaligen Flughafen-Gelände Berlin-Tempelhof©VDI,2011Im Finale des Schülerwettbewerbs SolarMobil Deutschland auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof mussten die selbst konstruierten solargetriebenen Modellflitzer eine Zehn-Meter-Bahn so schnell wie möglich in beide Richtungen zurücklegen. In der Kreativklasse, bei der es um die Originalität der selbst erdachten Solarmodelle ging, gewann ein Team aus Emden.   Insgesamt traten 111 Schüler in 42 Teams mit ihren selbstgebauten Modellfahrzeugen in der Kreativklasse und den Ultraleicht-Klassen (Klassenstufen vier bis acht bzw. neun bis 13) gegeneinander an. Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, mussten die älteren Starter im Rennen außerdem eine Tunneldurchfahrt bewältigen. In diesem Jahr fand der Wettbewerb im Rahmen der Messe für Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit, Clean Tech World, statt.  

"Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler mit dem Themenkomplex ,regenerative Energien und zukunftsweisende Mobilität' vertraut zu machen. Indem sie selbst aktiv werden, hoffen wir, dass sie so den Spaß an der Technik entdecken", erklärte VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer die Idee hinter dem Wettkampf. Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas vom BMBF, der zusammen mit seinem Kollegen vom VDE die Startfahne schwenkte, stellte im Anschluss an die Renneröffnung schmunzelnd fest: "Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht: diejenigen von Euch, die gewinnen, müssen Technik studieren - diejenigen, die verlieren, dürfen Technik studieren".

Mit dem Fahnenschwenk von Prof. Lukas, Abteilungsleiter Schlüsseltechnologien im BMBF, hieß es "Start frei!" © VDI,2011Die Wetterbedingungen - strahlender Sonnenschein und stahlendblauer Himmel über Berlin - waren derartig günstig, dass manche Fahrzeuge in den Ultraleicht-Rennklassen einen wahren Geschwindigkeitsrekord aufstellten. Davon profitierten auch die Ausstellerfahrzeuge vom Bobby Car Solar Cup Bielefeld und die Ultraleicht-Mobile Kassel, die auf dem Vorfeld des Flughafenhangars herumsausten. Glücklicherweise überstanden die meisten Flitzer ihren Geschwindigkeitsrausch unbeschadet. Insgesamt zeigten die Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren ein technisch sehr hohes und gleichzeitig äußerst kreatives Niveau bei ihren selbst gebauten Fahrzeugen.

Die Schülerteams aus ganz Deutschland hatten sich zuvor bei Regionalwettbewerben qualifiziert. Für das Finale waren die Sieger der Regionalwettbewerbe Solaris Cup Chemnitz, Artefact Solarcup Glücksburg, BobbyCar SolarCup Bielefeld, Lichtblitz Düsseldorf, SolarCup Kassel, Solarinitiative Mecklenburg-Vorpommern Wismar, Solar-Rallye-Emden und Sonne bewegt! Frankfurt zugelassen.

Zusätzlich konnten sich in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler mit Fotos, einem Video und einer Beschreibung ihres Fahrzeugs als freie Starter bewerben. In der Kreativklasse bewertete die Jury vor allem die Originalität der Fahrzeuge. Hier gewannen zwei Schülerinnen aus Emden mit einem Fahrzeug, bei dem sie als Räder eine Schallplatte und zwei CDs verwendeten. Sobald sich das Gefährt in Bewegung setzt, läuft eine Spieluhr. So erklärt sich auch der Name des Sieger-Solarmobils: "Don't stop the music". In beiden Klassen war die maximale Größe der jeweiligen Solarzellen, die die Nachwuchstüftler einbauten, festgelegt. Über das Material und die Bauweise konnten die Teams selbst entscheiden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.solarmobil-deutschland.de.