Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA)

Die rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung "Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland " mit Sitz in Bonn wurde durch Gesetz des Deutschen Bundestages am 1. Juli 2002 errichtet. Die Stiftung unterhält zehn geisteswissenschaftliche Auslandsinstitute.

Entsprechend dem Gesetzestext zur Errichtung der Stiftung ist ihr Ziel die Förderung der Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Deutschland und diesen Ländern. Dazu unterhält sie in den neun Gastländern folgende Forschungsinstitute. 

Die Auslandsinstitute sind Exzellenzzentren der deutschen geisteswissenschaftlichen Forschung. Sie betreiben eigene Forschung und sind in ihrer wissenschaftlichen Arbeit unabhängig. Sie bilden wissenschaftlichen Nachwuchs aus und sind mit ihren Publikationen, wissenschaftliche Veranstaltungen, Bibliotheken und Mediatheken Ansprechpartner für die wissenschaftliche Community der Gaststaaten.

Eine gemeinsame Stiftungsgeschäftsstelle mit Sitz in Bonn unterstützt die Arbeit der Institute im In- und Ausland. Dies gilt insbesondere für die Zusammenarbeit der Institute mit den deutschen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den wissenschaftlichen Einrichtungen der Gastländer. Die Geschäftsstelle fördert auch die Kooperation mit den Forschungsförder- und Wissenschaftsorganisationen in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union.

Die institutionelle Finanzierung der Stiftung wird ausschließlich durch das BMBF geleistet. Die Stiftung kann aber auch Drittmittel einwerben. Aktuell beträgt der Jahresetat der Stiftung 2011 ca. 36 Mio €, knapp 2 Mio. € werden als Drittmittel eingeworben.

Als erstes Drittmittel-Projekt wurde mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius das Deutsche Historische Instituts in Moskau im Jahr 2005 eröffnet. Im Jahr 2009 wurde das Institut in die institutionelle Förderung übergeleitet.

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