
Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik war Antrieb für die wesentlichen Neuerungen in Produktion und Dienstleistung der letzten Jahre. Die Weiterentwicklung der Technologie ist entscheidend, um auch in Zukunft international konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Die Förderung hat unser Land auch in diesem Zukunftstechnologiesektor wieder konkurrenzfähig gemacht und zur Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze beigetragen. Neue Förderschwerpunkte setzt das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU und das Programm IKT 2020 des BMBF.
Mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und über 80% der Exporte Deutschlands hängen heute vom Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IuK-Technik) und elektronischer Systeme ab. Sie bilden die Grundlagen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit jeder Industrienation. Sie wirken zusammen mit der Produktionstechnologie, Material- und Werkstofftechnologie, den optischen Technologien und der Mikrosystemtechnik. Für den Maschinen- und Anlagenbau liefern IuK-Technologien Steuerungen, Test- und Prüfeinrichtungen, in der Chemischen Industrie regeln sie Verfahrensabläufe, in Kraftfahrzeugen bestimmen sie mittlerweile alle wichtigen Funktionen - Antrieb, Kommunikation, Komfort, Sicherheit. Der Elektronikanteil an den Herstellungskosten eines Autos wird in absehbarer Zeit auf über 30% steigen. IuK-Technologien sind die Schlüsseltechnologien für Innovationen.
Die Computer-, Internet- und Telekommunikationsbranchen haben hat in den letzten drei Jahrzehnten ein enormes Wachstum erzielt. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre trugen IuK-Investitionen 18% zum allgemeinen Wirtschaftswachstum bei. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der IuK-Technik geht aber weit über die der IuK-Branche hinaus. IuK-Technologien stoßen Innovationen an, erzeugen damit Wachstum und schaffen schließlich zukunftssichere neue Arbeitsplätze. Die deutsche IKT-Branche beschäftigt rund 750.000 Menschen. Der Markt für IKT beträgt allein in Deutschland ca. 134 Mrd. € und weltweit sogar mehr als 2.000 Mrd. € jährlich.
Deutschland verfügt über eine hervorragende Forschungslandschaft auch für die IuK-Technologie. Das MP3-Format für Musikdaten wurde in Deutschland bei der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt. Alle großen Hersteller unterhalten Forschungslabors. Mittlerweile arbeiten ca. 800.000 Beschäftigte allein in der IuK-Branche. Das BMBF stellt die Weichen, damit Deutschland seine führende Rolle als High-Tech-Standort weiter ausbauen kann und aktiv die Informationsgesellschaft Europa gestaltet.
Beispiel für die positive Entwicklung der letzten Jahre ist die Chip-Fabrik des Elektronikkonzerns "Advanced Micro Devices" (AMD) und die Produktion von 300-mm-Wafern in Freiberg. In der Region um Dresden arbeiten die Fachleute für den heute weltweit akzeptierten 300mm Silizium-Waferstandard für die Herstellung von Computerchips, der durch die Förderung des BMBF geschaffen wurde. Dadurch sind in der Region bislang rund 11.000 neue Arbeitsplätze sowie 5.000 weitere im übrigen Bundesgebiet geschaffen worden. Dresden hat sich in den letzten Jahren durch staatliche Investitionen zum bedeutendsten Standort für Mikro- und Nanoelektronik in Europa entwickelt. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Deutschland international konkurrenzfähig ist, wenn durch die Politik die richtigen Weichen gestellt werden.
Ziel der IuK-Förderung der Bundesregierung ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowohl in den Kernbranchen als auch in den Anwenderbranchen der IuK-Technologie wie im Automobilbau, dem Maschinenbau oder der Logistik. Die Konvergenz der Netze - das Zusammenwachsen von Fest- und Mobilnetzen in der Telekommunikation mit Computer und Internet - bietet die Chance, die in Deutschland vorhandenen Stärken im Bereich der klassischen Kommunikationsnetze mit neuen Entwicklungen in den Informationstechnologien zu verbinden, um die nächste Generation der Netze mit deutschen Produkten und Standards mitzugestalten.
In dem neu begonnenen 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) stehen für den Bereich "Informations- und Kommunikationstechnologien" allein 1,3 Milliarden Euro pro Jar zur Verfügung. Dies bedeutet eine Steigerung um fast 40% gegenüber dem 6. Forschungsrahmenprogramm. Mit einem Kongress in Köln sollen Interessenten die Möglichkeit haben, sich umfassend und aus erster Hand über die Förderbedingungen des Rahmenprogrammes und die inhaltlichen Schwerpunkte im IT-Bereich zu informieren.
Die Bundesregierung hat ihre Aktivitäten zur IT-Förderung mit dem 7. FRP eng verzahnt. Erstmals wurde die IT - die zudem ein Schwerpunkt der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist - Thema eines Gipfeltreffens der Bundeskanzlerin, die dazu Vertreter aus Wirtschaft und Forschung einlud. Das neue Forschungsprogramm des BMBF wird im März 2007 offiziell vorgestellt.
Der Bedeutung der IT-Branche für Deutschland gemäß lud Bundeskanzlerin Angela Merkel im Dezember 2006 zum ersten nationalen IT-Gipfel ein. Die Teilnehmenden des Gipfels verabschiedeten ein 12-Punkte-Programm, das innovative Maßnahmen bündelt. Mit 1,2 Milliarden Euro wird die Bundesregierung die IT-Branche in den Jahren 2006-2009 fördern. Die Summe ist Teil der 15 Milliarden Euro, die der class="linkint">Hightech-Strategie der Bundesregierung zur Verfügung stehen.
Das BMBF war beim IT-Gipfel an mehreren Arbeitsgruppen beteiligt. Die wichtigsten Ergebnisse wurden von der Gruppe "Hightech-Strategie für die Informationsgesellschaft" formuliert. Qualität ist Deutschlands Stärke - auch in der IT. Dem entsprechend soll die Forschung strategische Allianzen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Rahmen der Hightech-Strategie unterstützen, um klare Prioritäten und Schwerpunkte zu setzen, damit die Branche sich international behaupten kann. Das vollständige Papier der Arbeitsgruppe finden Sie [hier].
Das neue Forschungsförderprogramm "IKT 2020" wurde vom BMBF in Abstimmung mit Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet. Durch eine enge Verbindung soll die Verwertung der Forschungsergebnisse in Deutschland verbessert werden. Das Förderprogramm soll auf eine Dauer von zehn Jahren angelegt sein. Es soll zugleich aber thematisch offener als frühere Förderprogramme gestaltet werden, um in diesem Zeitraum flexibler nachsteuern zu können.
Wesentliche Neuerung von IKT 2020 ist die Fokussierung der Projektförderung auf fünf Anwendungsfelder mit hohem IKT-Anteil und zugleich hoher Wertschöpfung und hohem Arbeitsplatzpotential. Dies sind die Bereiche Automobil, Automatisierung; Gesundheit und Medizin; Logistik und Dienstleistungen sowie Energie.
Thematisch wird bei folgenden Basistechnologien besonderer Forschungsbedarf gesehen:
Zur Umsetzung des neuen Förderprogramms werden Ausschreibungen einzelner Maßnahmen folgen.
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Beschluss der AG5 für den IT-Gipfel (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/IT-Gipfel06_ag5.pdf)

Research for Innovations
2007, 80 Seiten
Download [PDF - 2,83 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/ict_2020.pdf)

Forschung für Innovationen
2007, 80 Seiten
Download [PDF - 2,93 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/ikt2020.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3157.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1999.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1961.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1960.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1581.php)
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Abschlußerklärung des ersten IT-Gipfels in Potsdam 2006 (URL: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2006/12/Anlagen/2006-12-18-it-abschlusserklaerung,property=publicationFile.pdf)