Deutschland und die USA verstärken ihre Zusammenarbeit
Deutschland und die USA wollen ihre gemeinsamen Interessen und Stärken in Forschung und Technologie verstärkt nutzen. Deshalb haben beide Staaten ein Rahmenabkommen zur wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Ziel ist es, die transatlantische Partnerschaft weiter auszudehnen. Das Abkommen ist ein neuer Rahmen für zahlreiche Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in einzelnen wissenschaftlichen oder technologischen Themenbereichen.
Auf Grundlage eines neuen Rahmenabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit wollen beide Staaten ihre Forschungszusammenarbeit erheblich ausdehnen. Das Abkommen sieht ein gemeinsames Gremium vor, das vom State Department und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung koordiniert wird. Es soll Prioritäten erörtern, die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit verbessern und die Umsetzung des Abkommens bewerten. Schwerpunkte werden zunächst Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Energie, Klima, Umwelt und Gesundheit sein. Zur
Zusammenarbeit in der zivilen Sicherheitsforschung wurde bereits 2009 ein Abkommen geschlossen. Das Abkommen schafft eine Grundlage für die Intensivierung von Kooperationsmöglichkeiten von privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen und für bilateral geförderte Verbundforschung unter Einbeziehung von Industrie und Endnutzern. Außerdem wird es den Austausch von Forschungsergebnissen oder rein industriellen Forschungskooperationen in sensiblen Bereichen erleichtern.
Die Zusammenarbeit im wissenschaftlichen und technischen Bereich zwischen Deutschland und den USA besteht seit langem und umfasst viele Themen, Einrichtungen und Personen und wird von zahlreichen Akteuren auf beiden Seiten unterstützt. Neben den Ressorts von Bund und Ländern sind Universitäten, Wissenschaftsorganisationen, Forschungseinrichtungen, die Industrie und andere daran beteiligt.
Durch das neue Abkommen sollen die Potentiale der transatlantischen Kooperation noch konsequenter als bisher genutzt werden. Deutsche und amerikanische Forscher werden gemeinsam Beiträge zu den wichtigen Fragen der Gegenwart und Zukunft leisten. Dabei werden auch die Geisteswissenschaften und die Diskussion ethischer Fragen in der Zusammenarbeit mit den USA eine wichtige Rolle spielen.
Auf Basis des Abkommens sollen Projekte angestoßen werden, um innovative, auf gemeinsame Normen und Standards zielende Lösungen zu entwickeln. Dieses soll unter Einbeziehung der Wirtschaft geschehen, um so die Wettbewerbsposition der beteiligten Unternehmen und deren Marktzugangschancen in den USA zu stärken. Bilaterale Arbeitsgruppen zu den Themen Energie, Klimaforschung und Gesundheit (
seltene Erkrankungen und regenerative Medizin) haben bereits ihre Arbeit aufgenommen, bei denen amerikanische und deutsche Wissenschaftler die künftigen Themen der Zusammenarbeit in diesen Bereichen erörtern.