
Ein Europa ohne Grenzen und die Globalisierung der Märkte sind Kennzeichen einer zunehmenden Internationalisierung. Internationale Erfahrungen gepaart mit Toleranz und Aufgeschlossenheit für andere Kulturen gelten als die Schlüsselkompetenz der Zukunft. Bildung liefert das Rüstzeug dafür, die Chancen offener Grenzen und weltweiter Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Lernen und Forschen überall auf dieser Erde sollte allen Bürgerinnen und Bürgern offen stehen. Das BMBF schafft durch internationale Kooperationen die Möglichkeiten dafür.
Die bildungs-, forschungs- und innovationspolitischen Ziele der Bundesregierung und der Wille Europas, zur weltweit wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaft aufzurücken, erfordern eine verstärkte Nutzung der Chancen, die sich durch Globalisierung und Internationalisierung bieten. Diese bestehen vor allem darin, durch Kooperations- und Austauschprozesse international verfügbares Wissen und technologisches know-how in nationale und europäische Innovationsprozesse zu integrieren. Daneben muss der Zugang zu international bestehenden Forschungsinfrastrukturen beschleunigt werden. Es gilt, Deutschland als einen führenden Knotenpunkt in der weltweiten Wissensproduktion zu behaupten.
Ziel der internationalen Bildungs- und Forschungszusammenarbeit ist es, der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft Kompetenzgewinne und Innovationsvorsprünge zu verschaffen und nachhaltig zu sichern. Um dies zu erreichen, setzt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung dafür ein, für die Besten der Welt attraktiv zu sein und mit den besten Partnern weltweit zu kooperieren. Die in den meisten Ländern wachsenden Forschungskapazitäten bieten immer größere Möglichkeiten, den Wissensbedarf künftig verstärkt durch Zusammenarbeit und Vernetzung mit international leistungsfähigen Partnern zu decken.
Im Mittelpunkt der internationalen Bildungs- und Forschungspolitik steht für Deutschland die Bildungs- und Forschungszusammenarbeit im europäischen Rahmen. Die Bundesregierung wirkt aktiv am Aufbau des Europäischen Forschungs- und Bildungsraums mit. Sie hat die Ausrichtung des 7. Forschungsrahmenprogramms (FRP) und des integrierten Aktionsprogramms im Bereich Lebenslanges Lernen im Interesse der deutschen Bildung und Forschung mitgeprägt. Erstmals wird in größerem Umfang die Grundlagenforschung aus allen Bereichen der Natur-, Ingenieur-, Sozial- und Geisteswissenschaften gefördert. Im Bildungsbereich wird durch das neue Aktionsprogramm insbesondere die Mobilität von Schülern, Studierenden, Auszubildenden und Lehrern gestärkt werden können. Der im Rahmen des Bologna-Prozesses entstehende europäische Hochschulraum wird die akademische Mobilität in Europa zusätzlich erhöhen.
Die internationale Ausrichtung deutscher Hochschulen muss vorangetrieben werden, um die Attraktivität deutscher Bildungseinrichtungen für ausländische Studierende und Wissenschaftler zu steigern. Nur wenn Deutschland international orientierte und kompatible Studiengänge, internationale Studienabschlüsse und Graduiertenkollegs anbietet, können die besten Köpfe weltweit gewonnen und gehalten werden.
Im weltweiten Wettbewerb um den wissenschaftlichen Nachwuchs und starke Partner in Wissenschaft und Forschung, haben sich Bund, Länder, Wissenschaft, Wirtschaft und andere Organisationen im Oktober 2000 zu einer "Konzertierten Aktion Internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland" zusammengefunden. Gemeinsames Ziel ist es, Deutschland zu einer herausragenden Adresse für diejenigen zu machen, die in Bildung und Forschung Karriere machen wollen. Neben dem Hochschulbereich werden Werbeaktionen für den Forschungsstandort Deutschland aktuell ausgebaut und alle Forschungseinrichtungen und Kompetenzcluster in Deutschland eingeladen, sich hieran zu beteiligen. Es ist das Ziel deutscher Forschungspolitik, in Ländern mit Wissenschafts- und Technologieressourcen von strategischer Bedeutung besonders präsent zu sein. Dies gilt vor allem für Länder mit hoher Entwicklungsdynamik und bedeutenden Zukunftsmärkten. Die deutsche Forschungspolitik ist darauf ausgerichtet, ausländische Nachwuchswissenschaftler und Spitzenforscher nach Deutschland einzuwerben und Deutschlands Image zu einem der leistungsfähigsten Standorte für Forschungsinvestitionen und Forschungsdienstleistungen auszubauen.
Als Basis für eine verstärkte Internationalsierung hat das Bundeskabinett am 20. Februar 2008 eine "Internationalisierungsstrategie für Wissenschaft und Forschung" verabschiedet.
Deutschland ist außerdem bestrebt, seine Leistungsfähigkeit in Forschung und Wissenschaft international im Rahmen seiner globalen Mitverantwortung einzubringen und damit die Lösung globaler Probleme - u.a. in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Sicherheit - zu beschleunigen und die erforderlichen globalen Rahmenbedingungen in internationalen Organisationen und Programmen aktiv mitzugestalten. Aktives deutsches Engagement in internationalen Organisationen (z.B. OECD, G8, Carnegie-Gruppe, UNESCO) ist erforderlich, um Aufgaben und Ausrichtung der einzelnen Organisationen und deren Fachgremien wirksam mit eigenen Zielen und internationalen Schwerpunkten in Einklang zu bringen.
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Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A10941+Strategie+der+Bundesregierung+zur+Internationalisierung+von+Wissenschaft+und+Forschung/~/pub/Internationalisierungsstrategie.pdf)
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Wegweiser für internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung (URL: http://www.kooperation-international.de/)
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01.01. - 31.12.2009 Status: neu
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