Hightech-Strategie

IKT 2020 - Forschung für Innovation

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind der Innovationsmotor Nr. 1. Mehr als 80 Prozent der Innovationen in den in Deutschland starken Anwendungsfeldern/ Branchen Automobil, Medizintechnik und Logistik sind IKT-getrieben. In der Hightech-Strategie der Bundesregierung gehören IKT deshalb zu den bedeutendsten Innovationsfeldern.

Strategische Ausrichtung:

Die Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wird ausgerichtet auf in Deutschland starke Anwendungsfelder/Branchen, in denen Innovationen in hohem Maße IKT-getrieben sind. Neben der IKT-Wirtschaft selbst sind dies Automobil, Maschinenbau, Medizin, Logistik und Energie. Wesentliche Grundlage für Innovationen auf diesen Feldern sind (anwendungsorientierte) Forschungs- und Entwicklungsergebnisse im Bereich der Basistechnologien Elektronik und Mikrosysteme, Softwaresysteme und Wissensverarbeitung sowie Kommunikationstechnik und Netze. Ausgerichtet wird die IKT-Förderung entlang der strategischen Forschungs- und Entwicklungslinien "IKT in komplexen Systemen" (z.B. "Embedded Systems"), "neue Geschäftsprozesse und Produktionsverfahren" sowie "Internet der Dinge und Dienste". Dabei ist eine Fokussierung auf die Qualitätsziele Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit und Ressourceneffizienz erforderlich, da sich nur so die Stärken in der deutschen IKT-Forschung und das traditionell hohe internationale Ansehen deutscher Ingenieurleistungen auf IKT-Lösungen aus Deutschland übertragen lassen.

Instrumente

Für das Programm IKT 2020 werden neue Instrumente eingesetzt. Durch Innovationsallianzen und Technologieverbünde sollen Brücken zwischen Technologieentwicklung und Anwendung geschlagen werden. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden unterstüzt durch eine IuK-technologieübergreifende Förderung von FuE-Vorhaben, vereinfachte Förderverfahren, Bildung einer zentralen Anlaufstelle sowie Verkürzung der Zeit zwischen Antragstellung und abschließender Förderentscheidung und Mittelbereitstellung. Das Programm ist offen angelegt, damit während seiner Laufzeit Ergänzungen und Schwerpunktverlagerungen vorgenommen werden können.

Anwendungsfelder / Branchen:

  • Automobil, Mobilität
  • Maschinenbau, Automatisierung
  • Gesundheit, Medizintechnik
  • Logistik, Dienstleistungen

Thematisch wird bei folgenden Basistechnologien besonderer Forschungsbedarf gesehen:

  • Elektronik und Mikrosysteme: Ohne Elektronik ist unser Alltag heute nicht mehr vorstellbar. Computer, Mobiltelefone, MP3-Player, Sicherheitssysteme, wie z. B. Anti-Blockier-Bremssysteme oder Antischleudersysteme im Automobil, Haushaltstechnik und Medizintechnik sind fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Der Einfluss, den diese Entwicklungen auf unser Leben haben, wird vom größten Teil der Gesellschaft gesehen und geschätzt, beispielsweise in den Bereichen Komfort und Sicherheit. Relevante Forschungsthemen in diesem Bereich sind unter anderem Chipentwurf (EDA), organische Elektronik,  magnetische Mikrosysteme sowie RFID und Smart Label.
  • Softwaresysteme und Wissensverarbeitung: Softwaresysteme sind die Innovationstreiber in fast allen Wirtschaftszweigen. Sie bestimmen maßgeblich die Wertschöpfung von Produkten, Fertigungs- und Geschäftsprozessen. Der Softwaremarkt war in Deutschland im Jahr 2006 durch deutliches Wachstum gekennzeichnet. Deutsche Unternehmen erzielen bereits heute mit innovativen Softwarelösungen einen Konkurrenzvorsprung auf den internationalen Märkten. Diesen Wettbewerbsvorteil gilt es zu halten und auszubauen und durch neue Aspekte in unserer Wissensgesellschaft zu verstärken. Aus heutiger Sicht sind vor allem die Themen softwareintensive Embedded Systems, Grid Computing, virtuelle und erweiterte Realität, Software Engineering sowie Sicherheit und Zuverlässigkeit auf diesem Gebiet forschungsrelevant. 
  • Kommunikationstechnik und Netze: Kommunikationstechnologien haben praktisch alle Lebensbereiche in den letzten Jahren grundlegend verändert, wie Industrie, Handel, Dienstleistungen, Verkehr, Verwaltung, Arbeit, Ausbildung, Gesundheitsversorgung (auch im Hinblick auf die alternde Gesellschaft), Umwelt, Wissen, Kultur und Unterhaltung. Besonders sichtbar wird das durch die stetig steigende Nutzung des Internets (30 Prozent Zunahme des Datenverkehrs in Europa jedes Jahr, in Ostasien rund 300 Prozent) und den raschen Ausbau der Mobilkommunikation (Verdopplung des Datenverkehrs alle 20 Monate). Hohe FuE-Relevanz haben in diesem Bereich Themen wie Standardisierung künftiger Netze, Kommunikation ohne netzseitige Begrenzung, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie autonome vernetzte Sensorsysteme.
  • Hightech-Strategie

    IKT für Automobil/ Mobilität

    Innovationen in der Automobilbranche werden im hohen Maße durch die Information- und Kommunikationstechnologie (IKT) getrieben. Im hart umkämpften Markt der Automobilbranche können deutsche Hersteller ihren Platz in der Spitzengruppe nur mit einem Technologievorsprung und hoher Zuverlässigkeit sichern.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/9067.php)
  • Hightech-Strategie

    IKT für Maschinenbau/ Automatisierung

    IuK-Technologien durchdringen zunehmend eine Vielzahl von Wirtschaftsbereichen. Dies gilt auch für den Maschinenbau und die Automatisierungstechnik. Die technologische Basis für IKT-gestützte Innovationen sind hier insbesondere die in Produkte eingebetteten Hard- und Softwaretechniken, so genannte "Embedded Systems". Eng verknüpft damit sind Fortschritte auf dem Gebiet der Sensorik zur Überwachung und Steuerung von Prozessen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/9072.php)
  • Hightech-Strategie

    IKT für Gesundheit/ Medizin

    IKT führt zu neuen Produkten in Wachstumsbranchen, wie z.B. in der Medizintechnik. Der Umsatz deutscher Medizintechnik-Unternehmen stieg im Jahr 2005 um neun Prozent auf 14,7 Mrd. Euro. Weltweit erwarten Analysten bis 2010 ein stabiles Wachstum von jährlich vier bis fünf Prozent.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/9096.php)
  • Hightech-Strategie

    IKT für Logistik und Dienstleistungen

    Die IKT-gestützte Logistik und Dienstleistungen rund um hochwertige Produkte - von der Beratung, über die Wartung, und Reparatur bis zum Recycling - sind in vielen Branchen zum wichtigsten Erfolgsfaktor geworden. Am 29. April startete Bundesministerin Dr. Schavan in Saarbrücken gemeinsam mit Unternehmen die Innovationsallianz "Digitales Produktgedächtnis", um neuartige Systeme für das "Internet der Dinge" zu entwickeln.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/9099.php)

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/9069.php)

Publikationen

  • IKT 2020

    Titelbild der Publikation

    Forschung für Innovationen

    2007, 80 Seiten

    Download [PDF - 2,93 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+IKT+2020/~DOM;/pub/ikt2020.pdf)
    barrierefrei

  • ICT 2020

    Titelbild der Publikation

    Research for Innovations

    2007, 80 Seiten

    Download [PDF - 2,83 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+ICT+2020/~DOM;/pub/ict_2020.pdf)
    barrierefrei

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.(DLR)

    • PT Informationstechnik (Köln)
    • Linder Höhe
    • 51147 Köln
    • Telefonnummer: 02203 601-2862
    • Faxnummer: 02203 601-2842
    • E-Mail-Adresse: PT-IT@dlr.de
    • Homepage: http://www.pt-it.pt-dlr.de/