
Jugendliche mit schulischen Defiziten und/oder sozialen Problemen sowie junge Migrantinnen und Migranten brauchen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben gezielte Unterstützung. Allen Jugendlichen durch Stärkung ihrer Kompetenzen eine Ausbildungschance zu geben, ist Ziel des neuen BMBF-Programms "Perspektive Berufsabschluss" zur Unterstützung von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf.
Die erfolgreiche Integration junger Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gehört zu den wichtigsten bildungs-, sozial- und wirtschaftspolitischen Aufgaben. Statistiken und einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine fehlende oder mangelhafte Berufsausbildung bei jungen Menschen eine der Hauptursachen für Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit darstellt. Nach einer Mikrozensus-Auswertung blieben im Jahr 2004 14,9 % (rd. 1,3 Mio.) aller Jugendlichen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne beruflichen Abschluss, 11,3 % der deutschen und 36,6 % der ausländischen Jugendlichen in dieser Altersgruppe.
Ein wesentliches Ziel der Bildungs- und Berufsbildungspolitik ist es daher, dass alle jungen Menschen, die dies anstreben und dazu in der Lage sind, ein Angebot auf Ausbildung bzw. Qualifizierung erhalten. Der Förderung der beruflichen Integration junger Menschen mit schlechteren Startchancen (mit und ohne Migrationshintergrund) kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Sie wird als wichtige Daueraufgabe und integraler Bestandteil der Berufsbildung verstanden.
Um möglichst viele förderbedürftige Jugendliche zu erreichen und ihnen einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen, kommt es nicht in erster Linie darauf an, den vielfältigen Maßnahmen noch weitere hinzuzufügen. Wir müssen vielmehr dafür sorgen, dass die vorhandenen Fördermaßnahmen vor und während der Ausbildung sowie beim Übergang in den Beruf effizient eingesetzt und genutzt sowie sinnvoll miteinander verknüpft werden. Es geht um eine strukturelle und qualitativ-inhaltliche Weiterentwicklung der Benachteiligtenförderung, einschließlich der gezielten Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Mit dem von 2001 bis 2006 vom BMBF gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfond mit rund 62 Millionen Euro geförderten Programms "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF Programm)" wurde es möglich, den jährlich rund 230.000 Jugendlichen in der beruflichen Benachteiligtenförderung strukturell und qualitativ verbesserte Angebote machen zu können.
Umfassende Informationen zu diesem Programm und seinen Ergebnissen erhalten Sie unter www.kompetenzen-foerdern.de.
Umfassende Informationen zu dem neuen Programm "Perspektive Berufsabschluss" erhalten Sie unter www.perspektive-berufsabschluss.de.
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