Forschung

System Erde: Forschung zum Klimawandel

Die Erde, der Planet auf dem wir leben, ist ein hochempfindliches Gebilde. Sie ist ständigen Veränderungen unterworfen, die in einem komplexen System zusammenwirken. Welche grundlegenden Prozesse beeinflussen das Klima und welche Rolle spielt dabei der Mensch? Im BMBF-Förderschwerpunkt "SystemErde" werden diese Prozesse erforscht. Darin geht es neben der Entwicklung von detaillierten Klimamodellen zunehmend auch um die Erforschung von konkreten Handlungsstrategien zur Anpassung an den heute absehbaren Klimawandel. Das ist das Ziel des neuen Förderprogramms "klimazwei - Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkung".

Der Mensch wirkt seit der industriellen Entwicklung aktiv auf das System Erde ein. In wechselseitiger Beeinflussung wird sich wiederum unser Lebensraum verändern. Die Ergebnisse der Klimaforschung - das belegt der aktuelle Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UNO zum Klimawandel eindeutig - lassen keine Zweifel mehr am globalen Klimawandel zu. Die vom Menschen freigesetzten Treibhausgase verursachen eine Steigerung der Temperatur der Erde. Dadurch nehmen extreme Wetterereignisse wie starke Stürme, Hochwasser und Dürreperioden zu.

Wir brauchen das Wissen darüber, ob das System Erde die Auswirkungen der Industriegesellschaften und des weltweit steigenden Konsums ohne weiteres verkraftet. Die Belastungen in der Atmosphäre, der Treibhauseffekt, die klimarelevanten Meeresströmungen und die Eismassen an den Polen liefern ebenso wichtige Hinweise für einen nachhaltigen Umgang mit unserem Heimatplaneten wie die Vernichtung der Regenwälder und die sich daraus ergebenden Veränderungen.

Das Verständnis globaler Kreisläufe und des Zusammenwirkens von Geosphäre (des festen Erdkörpers), Kryosphäre (der Eismassen), Hydrosphäre (des flüssigen Wassers) und Biosphäre (der gesamten Flora und Fauna) versetzt uns in die Lage, Strategien gegen Versteppung, Ernährungskrisen und Migrationsdruck zu entwerfen, Katastrophenschutz und -vorsorge zu verbessern sowie neue Wege zur Krisenprävention, Friedens- und Konfliktforschung zu finden.

Die Klimaforschung des BMBF dient daher sowohl der Forschung für den Klimaschutz durch die Untersuchung der relevanten Einflußfaktoren auf das Weltklima wie auch dem Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

klimazwei - Forschung für den Klimaschutz

Im Mittelpunkt der neuen BMBF-Fördermaßnahme "klimazwei - Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen" des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltigkeit" (FONA) steht nun die Entwicklung praxisorientierter Handlungsstrategien. Die bisherige Grundlagenforschung zum Klimasystem und zur Atmosphäre wird um anwendungsorientierte Aspekte aus den Bereichen des Klimaschutzes und des Umgangs mit einem veränderten Klima ergänzt. Im Förderschwerpunkt "klimazwei" werden Forschungsprojekte zur Verminderung des Ausstosses von Treibhausen (zur so genannten "Mitigation") sowie Forschungsprojekte zum Umgang mit dem unvermeidbaren Klimawandel (zur so genanten "Adaptation") gefördert.

Aktionsprogramm Forschung zum Klimawandel

Das BMBF wird die Forschungsförderung zum Klimawandel weiter verstärken. In den nächsten drei Jahren sind zusätzliche 255 Mio. € für weitere Forschungsmaßnahmen vorgesehen. Dazu wird derzeit ein Aktionsprogramm Forschung zum Klimawandel erarbeitet. Das Programm soll sich an vordringlichen klimapolitischen Fragestellungen orientieren und von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Beiträge zur Lösung dieser Fragestellungen einfordern.

  • Forschung

    Forschung zu Klimaschutz und Klimawirkungen

    Die vom Menschen freigesetzten Treibhausgase verursachen eine Steigerung der Erdtemperatur. Als Folge nehmen extreme Wetterereignisse wie starke Stürme, Hochwasser und Dürreperioden zu. Das belegt der Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UNO zum Klimawandel. 1992 hatten sich 189 Staaten auf die UN-Klimarahmenkonvention geeinigt. Darauf baut das Kyoto-Protokoll mit dem Ziel auf, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch Strategien zur Anpassung an den Klimawandel nötig sind. Das BMBF fördert nun praxisorientierte Handlungsstrategien.
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  • Hightech-Strategie

    Der Klima-Forschungsgipfel

    Der globale Klimawandel stellt uns vor Aufgaben, die nur mit allen verfügbaren Kompetenzen bewältigt werden können. Deshalb hat das BMBF gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft die Hightech-Strategie zum Klimaschutz erarbeitet. Hierin bündelt das BMBF die Kräfte aus Forschung und Industrie und richtet sie an klaren strategischen Zielen aus. Auf dem 2. Klima-Forschungsgipfel am 16. Oktober stellte Bundesministerin Dr. Annette Schavan die Hightech-Strategie zum Klimaschutz und erste Maßnahmen zu ihrer Umsetzung vor.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/8186.php)
  • Forschung

    Speicherung von Treibhausgasen

    Der Ausstoß von Treibhausgasen ist Motor des Klimawandels. Die EU hat sich verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken und bis zum Jahr 2020 den Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch auf 20 Prozent zu steigern. Das ist ein Ergebnis der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Eine Schlüsseltechnologie dazu ist die Abtrennung von CO² bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe und dessen anschließende Speicherung in geologischen Formationen. Das BMBF fördert hierzu diverse Forschungsvorhaben. Die Bundesregierung hat nun einen Bericht vorgelegt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7869.php)
  • Forschung

    Meeresforschung, Polarforschung, Geowissenschaften

    Wissenschaftler untersuchen die Prozesse und Wechselwirkungen im Gesamtsystem Erde, um die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe zu verstehen und die Einflüsse des Menschen besser abschätzen zu können. Diese Fragestellungen sind Gegenstand der Forschungsförderung im Bereich Meeres- und Polarforschung sowie der Geowissenschaften.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7605.php)
  • Forschung

    Biodiversitätsforschung

    Auch Flora und Fauna stehen unter ständiger wissenschaftlicher Beobachtung. Stoffkreisläufe zwischen Geosphäre und Biosphäre, die Kopplung zwischen der Erde und ihren Bewohnern vom Einzeller bis zum Menschen, die Regenwälder und ihr Einfluss auf unser Klima - all das wird untersucht, um zu begreifen, wie komplex, aber auch zerbrechlich das System Erde ist. Im Bereich der Biodiversitätsforschung erfasst die 2001 gegründete internationale und ebenfalls von BMBF unterstützte Global Biodiversity Information Facility (GBIF) die in weltweiten Forschungssammlungen vorliegenden Daten zur biologischen Vielfalt und macht sie per Internet zugänglich.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7606.php)
  • Forschung

    Seebeben - und das Tsunami-Frühwarnsystem

    Seit November 2005 wurde unter deutscher Leitung ein Tsunami-Frühwarnsystem - German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS) - in der geologisch kritischsten Zone des Indischen Ozeans, dem Sunda-Bogen, in Indonesien installiert. Genau drei Jahre später, am 11. November 2008 wurde der Pilotbetrieb aufgenommen. Das GITEWS trägt ab sofort entscheidend zum Schutz vor Naturkatastrophen wie Tsunamis bei. In die Entwicklung des Systems sind u.a. Erkenntnisse aus der Erdbebenforschung eingeflossen, die das Deutsche GeoforschungsZentrum (GFZ) in Potsdam gemeinsam mit weiteren Institutionen betreibt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2402.php)
  • Forschung

    Polarforschung: Dem Klimageschehen auf der Spur

    Die Polregionen sind Klimakammern der Erde. Der Austausch zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre gibt wichtige Informationen über klimatische Veränderungen. Noch fehlen mathematische Modelle, um die Daten zuverlässig interpretieren zu können. Für das Verständnis des Klimas ist die Forschung in Arktis und Antarktis deswegen von großer Bedeutung.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/2647.php)
  • Hightech-Strategie

    Wasser - Ressource für das Leben

    Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel. Etwa die Hälfte aller Krankenbetten in Entwicklungs- und Schwellenländern ist mit Patienten belegt, die an Krankheiten leiden, die durch unsauberes Trinkwasser verbreitet und verursacht werden. Die Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen haben sich 2000 verpflichtetet, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Beim "Integrierten Wasser Ressourcen Management" (IWRM) soll durch eine nachhaltige Bewirtschaftung oberirdischer Gewässer, Grundwasserleiter und Küstengewässer die Ressource Wasser besser und schonend genutzt werden.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/3934.php)

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Dokumente

Publikationen

  • 3. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit

    Titelbild der Publikation

    Forschung erdnah Partnerschaften für globale Märkte 23. 25. Oktober, Berlin

    2007, 40 Seiten

    Download [PDF - 2,01 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+3.+BMBF-Forum+f%FCr+Nachhaltigkeit/~DOM;/pub/forum_fuer_nachhaltigkeit_2006.pdf)
    barrierefrei

  • klimazwei Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen

    Titelbild der Publikation

    2007

    Download [PDF - 177,8 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+klimazwei+%96+Forschung+f%FCr+den+Klimaschutz+und+Schutz+vor+Klimawirkungen/~DOM;/pub/flyer_klimazwei.pdf)
    barrierefrei

  • klimazwei Research for climate protectionand protection from climate impacts

    Titelbild der Publikation

    2007

    Download [PDF - 178,7 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+klimazwei+%96+Research+for+climate+protectionand+protection+from+climate+impacts/~DOM;/pub/flyer_klimazwei_eng.pdf)
    barrierefrei

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)