
Rahmenprogramm für Forschung und Innovation: Horizon 2020 ist das wichtigste Instrument zur Umsetzung der Innovationsunion. Mit dieser Flaggschiff-Initiative der Europa 2020 Strategie soll Europas Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Der Kommissionsvorschlag vom 30. November 2011 soll bis Ende 2013 sowohl vom Rat für Wettbewerbsfähigkeit als auch vom Europäischen Parlament verabschiedet werden. Das EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) ist das weltweit größte Förderprogramm für Forschungsprojekte. Das BMBF unterstützt die nationalen Bemühungen um exzellente Forschungsarbeiten auf europäischer Ebene. Deutschen Antragstellenden steht ein vielfältiges Beratungsangebot zur Verfügung, zu dem auch die Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung zum Forschungsrahmenprogramm (NKS) gehören.
Die europäischen Forschungsminister in Kopenhagen ©Danish EU Council Presidency 2012Auf Einladung der dänischen Ratspräsidentschaft trafen die europäischen Forschungsminister Anfang Februar 2012 in Kopenhagen zusammen, um über das zukünftige europäische Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" zu beraten. Der Rat ist verantwortlich für den europäischen Binnenmarkt und für die Sicherung der besten Rahmenbedingungen für die europäische Industrie und Forschung. Horizon 2020 soll am 1. Januar 2014 starten und Europa für den globalen Wettbewerb stärken.
Die weitere Realisierung des Europäischen Forschungsraums (EFR) und die Ausgestaltung des zukünftigen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation "Horizon 2020" stehen derzeit auf der Agenda der europäischen Forschungsminister. Nur wenn es gelingt, durch eine zukunftsgerichtete Forschungs- und Innovationspolitik die Wachstumsziele der Europa 2020 Strategie zu erreichen und den Europäischen Forschungsraum (EFR) zu verwirklichen, kann Europa im globalen Wettbewerb bestehen. Die Bundesregierung sieht in dem zukünftigen Rahmenprogramm hierfür das zentrale strategische Instrument.
Wichtige gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts liegen in Themenbereichen wie Energie, Klima, Ressourcen, Gesundheit, Ernährung oder demographischer Wandel. Antworten und Lösungen lassen sich nur durch europäische oder weltweite Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Wissenschaft finden. Gleichzeitig nimmt der weltweite Wettbewerb um Technologien und Märkte ständig zu. Hier gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen durch die Förderung von Schlüsseltechnologien zu stärken und Forschungsergebnisse besser und schneller als bisher in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen. Eine wesentliche Rolle bei der interdisziplinären Bewältigung wichtiger Herausforderungen der europäischen Gesellschaft, wie beispielsweise der Alterung der Gesellschaft spielen die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, deren zentrale Träger für Forschung in Deutschland und Europa die Hochschulen sind.

©PolishEUPresidency 2011
Die europäischen Forschungsminister kamen am 20. und 21. Juli 2011 auf Einladung der polnischen Ratspräsidentschaft in Sopot zusammen, um über den Europäischen Forschungsraum und das zukünftige EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation zu beraten.
Alle Maßnahmen auf dem Gebiet der Forschungsförderung und der technologischen Entwicklung, die auf dem "Vertrag von Lissabon" beruhen, werden unter dem Dach eines so genannten "Gemeinschaftlichen Rahmen-programms Forschung" zusammengefasst.
Vordringliches Ziel dieses Forschungsrahmenprogramms der EU ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der in der Gemeinschaft angesiedelten Industrie zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern sowie alle Forschungsmaßnahmen zu unterstützen, die aufgrund anderer Politikbereiche der Gemeinschaft für erforderlich gehalten werden.
Das EU-Forschungsrahmenprogramm wird zentral von Brüssel aus verwaltet. Seine Themen und Ausschreibungen werden von der EU festgelegt, d.h. sie folgen dem "Top-down-Prinzip". Vorangetrieben und sinnvoll ergänzt wird die europäische Forschungszusammenarbeit auch durch die Programme COST und EUREKA, die beide nach dem "Bottom-up-Prinzip" funktionieren, das heißt, hier werden die Themen von den Antragstellern bestimmt.
Dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) stehen 54,4 Milliarden € zur Verfügung (davon 4 Milliarden € für Euratom).
Das 7. FRP gliedert sich in vier spezifische Programme:
1,7 Milliarden . € entfallen auf die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS), deren Aufgabe die kundenbezogene wissenschaftliche und technische Unterstützung bei der Planung, Entwicklung, Umsetzung und Überwachung von EU-Politiken ist und die zudem als Referenzzentrum für Wissenschaft und Technik für die Gemeinschaft fungiert.
Im 7. FRP werden erstmals die Verfahren des Rahmenprogramms flexibler und rationaler gestaltet ("Simplification"). Zudem soll es mit der sog. "Risk-Sharing Finance Facility" (RSFF) ein neues Finanzierungssystem geben, welches in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) eingerichtet wird.
Ende 2006 lief das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm (6. FRP) aus. Es hatte für seine vierjährige Laufzeit ein Budget von insgesamt rund 20 Mrd. € (inklusive des Euratom-Rahmenprogramms) zur Verfügung. Vordringliches Ziel war die Implementierung des Europäischen Forschungsraums.
English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/959.php)
[PDF - 87,7 kB]
Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, MdB, "Innovation für Deutschland durch das 7. Forschungsrahmen- programm der Europäischen Union" am 18. Januar 2007 vor dem Deutschen Bundestag. (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/mr_20070118.pdf)
[PDF - 83,1 kB]
Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, MdB, anlässlich der Auftaktveranstaltung zum 7. Forschungsrahmen- programm der Europäischen Union am 15. Januar 2007 in Bonn (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/mr_20070115.pdf)
[PDF - 436,4 kB]
Veröffentlichung der EU (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/rp7_eg_de_181206.pdf)

Anhang zur Studie - Tabellarische Auswertungen der Vertragsdatenbank
2009, 125 Seiten
Bestell-Nr.: 30497
Download [PDF - 8,29 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/2_ZEW-Tabellenanhang.pdf)

2009, 97 Seiten
Bestell-Nr.: 30547
Download [PDF - 2,14 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/1_ZEW_Endbericht.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
CORDIS (URL: http://cordis.europa.eu/fp7/dc/index.cfm?fuseaction=UserSite.FP7CallsPage)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.forschungsrahmenprogramm.de)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.eubuero.de/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.dlr.de/EUREKA)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
Rechtsgrundlage für die Europäischen Rahmenprogramme ist der "Vertrag von Amsterdam" . Informationen zum Vertrag finden Sie hier. (URL: http://europa.eu.int/abc/obj/amst/de/)