13.11.2006 [Pressemitteilung 199/2006]

Storm: "Ausbildungschancen für Benachteiligte verbessern"

Ergebnisse aus Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums werden breit in die Praxis umgesetzt

"Eine qualifizierte Berufsausbildung ist Voraussetzung für den erfolgreichen Einstieg junger Menschen in das Berufsleben und auch für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt", sagte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), am Montag in Berlin. Herausragendes Ziel der Bildungspolitik der Bundesregierung sei daher, allen Jugendlichen die Chance auf Ausbildung zu eröffnen. "Diese Zielsetzung gilt auch für Jugendliche, die Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung und Beruf haben. Leistungsschwächere, sozial benachteiligte Jugendliche oder auch junge Menschen mit Migrationshintergrund benötigen dabei unsere besondere Unterstützung", betonte Storm auf der Abschlusstagung zum BMBF-Programm "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf", kurz BQF-Programm.
Das BMBF hat mit diesem Förderprogramm in den letzten fünf Jahren maßgeblich zur Modernisierung der beruflichen Benachteiligtenförderung und zur Verbesserung der Ausbildungschancen von Migrantinnen und Migranten beigetragen. Für über 130 geförderte Projekte standen insgesamt gut 60 Millionen Euro bereit, davon etwa die Hälfte aus dem Europäischen Sozialfonds. Bis Herbst 2007 läuft die so genannte Transferphase des Programms, in der besonders gute Ergebnisse breit in die Praxis umgesetzt werden. "Wir haben beispielsweise Qualifizierungsbausteine, die sich an Ausbildungsberufen orientieren, als zentrales Instrument in der Berufsvorbereitung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf etabliert. Dadurch wurde auch die Berufsvorbereitung an beruflichen Schulen stärker an der betrieblichen Praxis ausgerichtet und die Zusammenarbeit mit Betrieben verbessert", sagte Storm.
Er kündigte an, dass sich das Bildungsministerium auch nach Ende des BQF-Programms weiterhin stark in der beruflichen Integrationsförderung engagieren werde. Geplant sei, vor allem in zwei Schwerpunktbereichen Akzente zu setzen: Zum einen sollen die Beruflichen Einstiegs- und Integrationschancen der Jugendlichen weiter verbessert werden. "Ein besonderes Augenmerk werden wir darauf richten, die Ausbildungsbeteiligung von jungen Menschen und Unternehmern mit Migrationshintergrund zu steigern", betonte Storm. Zum anderen solle an- und ungelernten jungen Erwachsenen durch beschäftigungsbegleitende Nachqualifizierung eine zweite Chance eröffnet werden. "Hierzu wird der Innovationskreis Berufliche Bildung im kommenden Jahr konkrete Vorschläge unterbreiten", sagte Storm. Bundesbildungsministerin Annette Schavan hatte diesen Innovationskreis mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Ländern im April dieses Jahres ins Leben gerufen.

 

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